Klimawandel: StartKLAR für die Anpassung in den Regionen

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20 Regionen aus ganz Österreich entwickeln bereits Konzepte, um sich an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Nun kommen 24 neue dazu! Sie nutzen das Förderprogramm KLAR! des Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem BMNT. Bei der Entwicklung der Maßnahmen steht ihnen das Umweltbundeamt mit Rat und Tat zur Seite.

 

Wien, 25. Juni 2019 - Vom burgenländischen Leithaberg bis zum Vorarlberger Walgau – Österreichs Regionen passen sich an den Klimawandel an. Bis zum Jänner 2020 erarbeiten 24 Regionen Lösungen, um mit Hitze, Starkregen, Ernteausfällen und anderen Auswirkungen des Klimawandels zurecht zu kommen. Sie haben an der zweiten Ausschreibungsrunde des Förderprogramms KLAR! teilgenommen. Am 25. Juni fällt mit einem Workshop in St. Pölten der Startschuss, um die Konzepte zu entwickeln. Begleitet werden sie dabei von den ExpertInnen des Umweltbundesamts, die sie mit ihrem Fachwissen über Klimawandel und Anpassung unterstützen. „Der Klimawandel wirkt sich im pannonischen Becken anders aus als im Voralpenland. Daher gibt es auch kein Patentrezept für die Anpassung an seine Folgen“, erläutert Umweltbundesamt-Geschäftsführerin Monika Mörth. „Bei der Umsetzung von Maßnahmen können die Regionen viel voneinander lernen und zu Vorreitern für Energiewende, Klimaschutz und Klimawandelanpassung werden.“

 

Gemeinsam mit den Konzepten werden Maßnahmen festgelegt, um Gebäude und Straßen klimafit zu machen, die Trinkwasserversorgung zu sichern und um auf Extremwetterereignisse gut vorzubereitet zu sein. Auch die Information und Einbindung der Bevölkerung in den Regionen spielt bei den Konzepten eine wichtige Rolle.

Global denken, lokal handeln

 

Der Klimawandel ist längst in Österreichs Gemeinden angekommen. Lokale Starkniederschläge, Trockenheit und andere Auswirkungen nehmen zu und verursachen Schäden und Kosten. Gemeinden und Regionen sind für viele Bereiche verantwortlich, die vom Klimawandel betroffen sind, wie das Bauwesen, die örtliche Raumplanung oder den Katastrophenschutz. „Die Bevölkerung vor Ort weiß am besten, welche Risiken der Klimawandel für ihre Region mit sich bringt. Im Förderprogramm KLAR! wird dieses Wissen mit dem Know-how von Klimaexpertinnen und -experten vernetzt“, erklärt Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds. „Gemeinsam können so maßgeschneiderte Strategien entwickelt werden, um die Folgen des Klimawandels vor Ort abzumildern und wirksame Anpassungen vorzunehmen.

 

Klimawandelanpassung - gewusst wie

 

Das Umweltbundesamt entwickelt für Wirtschaft, Gemeinden und Regionen praxistaugliche Strategien und Lösungen, um die Folgen des Klimawandels zu meistern. Mit praktischen Hilfsmitteln wie Leitfäden, einem Handbuch und einem interaktiven Maßnahmenplaner oder durch die Ausbildung von Klimawandel-BeraterInnen unterstützen die ExpertInnen bei der Anpassung an den Klimawandel.

Förderprogramm KLAR!

 

Das Förderprogramm „KLAR! – Klimawandel-Anpassungsmodellregionen“ unterstützt österreichische Regionen dabei, regionale Bedrohungen des Klimawandels zu erkennen und sich an die Folgen anzupassen und so den Wohlstand im ländlichen Raum abzusichern. Mit Hilfe von KLAR!, das vom Klima- und Energiefonds entwickelt und in Kooperation mit dem BMNT gestartet wurde, entwickeln 44 KLAR!-Modellregionen aus ganz Österreich ihr maßgeschneidertes Anpassungskonzept und setzen dieses in weiterer Folge um. Seit dem Frühjahr 2018 implementieren die ersten Regionen die geplanten Maßnahmen. Mit diesem Förderprogramm ist Österreich europaweit Vorreiter in der regionalen Klimawandelanpassung und verbindet einen Bottom-Up-Ansatz mit den Zielen der nationalen Klimawandelanpassungsstrategie.

 

Nähere Informationen zum KLAR!-Programm und zu den teilnehmenden Regionen finden Sie unter www.klar-anpassungsregionen.at

 

Rückfragehinweis:


Petra Kestler, Pressestelle Umweltbundesamt, Tel.: 01/313 04 5432